Zwischen Verantwortung, Erwartungen und eigenen Grenzen
„Viele Führungskräfte in der Pflege glauben, sie müssten einfach noch belastbarer werden. Dabei fehlt oft etwas anderes: Klarheit.“
Ines Berger begleitet mit CuBeSS⁺ Führungskräfte, Unternehmer und Teams in der ambulanten Pflege. Ihr Schwerpunkt liegt auf Führung, Kommunikation, Selbstführung und Beziehungsklärung im Arbeitsalltag.
In ihrer Arbeit begegnet ihr immer wieder dasselbe Muster: Menschen in der Pflege tragen enorm viel Verantwortung. Sie halten Abläufe zusammen, fangen Ausfälle auf, beruhigen Angehörige, vermitteln im Team und treffen Entscheidungen oft unter hohem Druck.
Gleichzeitig bleibt kaum Raum, ehrlich hinzuschauen:
Was ist gerade wirklich das Problem?
Welche Entscheidung wird immer wieder vertagt?
Wo fehlt eine klare Absprache?
Und was wird seit Monaten mit noch mehr persönlichem Einsatz ausgeglichen?
„Viele funktionieren unglaublich lange.
Und genau das wird ihnen oft noch positiv ausgelegt.“
Für Ines Berger beginnt gesunde Führung deshalb nicht mit noch mehr Tools. Sie beginnt mit einem klaren Blick auf den Alltag. Auf Rollen, Erwartungen, Kommunikation und die Frage, was Führungskräfte selbst brauchen, um Orientierung geben zu können.
Dabei bringt sie neben ihrer Erfahrung in Coaching, Beratung und Supervision auch ihre frühere Leitungstätigkeit in der TelefonSeelsorge® Leipzig mit. Dort hat sie gelernt, wie eng Belastung, Beziehung und Kommunikation miteinander verbunden sind — besonders dann, wenn Menschen dauerhaft unter Druck stehen.
Heute arbeitet sie mit Führungskräften in Pflegeunternehmen daran, Führung wieder greifbar zu machen. Nicht als zusätzliches Thema für ruhigere Wochen. Sondern als etwas, das mitten im Alltag stattfindet: im Mitarbeitergespräch, in der Dienstplanbesprechung, im Umgang mit Konflikten, in Übergaben, in kleinen Entscheidungen, die oft viel größere Wirkung haben, als man zunächst denkt.
„Klarheit entlastet nicht, weil plötzlich alles leicht wird.
Klarheit entlastet, weil Menschen wieder wissen, woran sie sind.“
Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist die Führungskräftegruppe online. Dort kommen Führungskräfte aus der ambulanten Pflege regelmäßig zusammen, um ihre konkreten Situationen zu reflektieren, neue Perspektiven zu gewinnen und die eigene Führungspraxis weiterzuentwickeln.
Es geht um Themen wie Selbstführung, Kommunikation, Rollenklärung, Konflikte, Motivation, Teamdynamik und den Umgang mit Belastung. Immer mit Bezug zur eigenen Praxis. Immer mit dem Ziel, nicht nur mehr zu verstehen, sondern im Alltag anders handeln zu können.
„Viele Führungskräfte merken in der Gruppe zum ersten Mal: Ich bin mit diesen Fragen nicht allein.“
Genau darin liegt für Ines Berger ein großer Wert. Denn Führung in der Pflege kann sehr einsam werden. Besonders dann, wenn man zwischen Geschäftsführung, Team, Klient, Angehörigen und gesetzlichen Anforderungen steht.
Die Führungskräftegruppe schafft einen geschützten Raum, in dem diese Spannungen ausgesprochen, sortiert und bearbeitet werden können. Fachlich fundiert, praxisnah und mit dem Blick darauf, was wirklich entlastet.
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Für Pflegeunternehmen, die zunächst herausfinden möchten, wo sie aktuell stehen, hat Ines Berger außerdem einen kostenlosen ambulanten Pflegedienst-Check entwickelt. Er ordnet zentrale Entwicklungsfelder ein: Führung, Personalmanagement, Zeitmanagement, Kommunikation und Teamentwicklung.
So wird greifbarer, wo im Unternehmen gerade die größte Reibung entsteht und welcher nächste Schritt wirklich sinnvoll wäre.
Ihr Anliegen ist es, Führung in der Pflege wieder dorthin zu holen, wo sie im Alltag wirkt: in klare Absprachen, tragfähige Beziehungen, bewusste Entscheidungen und den Mut, Dinge anzusprechen, bevor Menschen daran erschöpfen.



