„Es beginnt mit dem Bewusstsein für uns selbst, für andere und für die Art, wie wir miteinander leben. Genau das bedeutet Wachstumspflege für mich.“

Mein Weg zu den Wachstumspflegern

Begonnen hat alles mit einem Studium im Kommunikationsdesign in Hamburg. Danach arbeitete ich in Werbeagenturen, wechselte ins Marketing eines ambulanten Pflegedienstes und machte mich später im Bereich Markenentwicklung und Branding selbstständig.

Rückblickend zieht sich ein Thema durch all diese Stationen: Identität.

Früher wollte ich verstehen, was eine Marke im Innersten ausmacht und wie das nach außen ehrlich sichtbar wird. Heute bin ich bei den Menschen: Was brauchen wir, um uns selbst zu vertrauen und unseren Platz in der Welt zu finden?

Mit der Geburt meiner Kinder begann für mich eine intensive Zeit der Neuausrichtung. Ich fing an, vieles zu hinterfragen: Wie möchte ich leben? Was ist mir wirklich wichtig? Und was möchte ich verändern?

In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt und eine Ausbildung zum Business Coach absolviert. Es hat mir neue Perspektiven eröffnet – auf mich selbst, auf andere und auf die Art, wie wir miteinander leben.

Ich begann, meine eigenen Werte, Bedürfnisse, Glaubenssätze und Muster zu verstehen, wie sehr sie unser Denken, unser Verhalten und unser Miteinander prägen.

Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Arbeit verändert. Mich beschäftigt heute die Frage, welche Bedingungen Menschen brauchen, um sich gesehen und sicher zu fühlen, sich selbst zu vertrauen und den Mut zu entwickeln, ihren eigenen Weg zu gehen.

Gemeinsam mit meinem Mann gründete ich schließlich die Liora GmbH, einen ambulanten Pflegedienst in Bremerhaven. Dort verantworte ich heute die Personal- und Organisationsentwicklung, das Qualitätsmanagement und Marketing.

Durch die tägliche Arbeit habe ich einen tiefen Einblick in die Pflege bekommen. Ich sehe, was Menschen dort jeden Tag leisten. Und eine Frage beschäftigt mich dabei immer wieder: Was brauchen Menschen, damit sie diese wertvolle und anspruchsvolle Arbeit langfristig gut und gerne machen können?

Gleichzeitig sehe ich einen scheinbaren Widerspruch: In der Pflege fehlen Menschen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die arbeiten möchten, sich beruflich neu orientieren oder nach einer neuen Perspektive suchen – Pflege für sich aber vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen haben.

Genau an dieser Schnittstelle sind für mich die Wachstumspfleger entstanden.

Ich möchte Menschen neue Perspektiven in der Pflege eröffnen und dazu beitragen, dass sie dort einen Platz finden, an dem sie Sinn erleben, ihre Stärken einbringen und spüren können: Was ich tue, bewirkt etwas. Gleichzeitig möchte ich die Menschen stärken, die diesen Beruf bereits jeden Tag mit so viel Menschlichkeit ausfüllen.

Dahinter steckt für mich aber noch etwas Größeres: der Wunsch, etwas mitzugestalten, das bleibt. Etwas, das nicht nur heute einen Unterschied macht, sondern auch morgen noch Früchte trägt.