Wenn der Körper erinnert und das Herz lauscht
Als Manuela Dreßel im Jahr 2007 der Rosenmethode begegnete, war das kein geplanter Schritt, sondern das Ergebnis einer Reihe stimmiger Fügungen. Eine energetische Behandlung ihrer Wirbelsäule führte sie zu einer erfahrenen Rosenpraktizierenden. Dort wurde schnell deutlich: Hinter den wiederkehrenden Rückenschmerzen lag mehr als nur körperliche Anspannung.
Ihr Körper sprach und jemand hörte zu
So begann eine berührende Reise zu sich selbst. Und mehr noch:
Sie fand ihre Berufung: Menschen achtsam zu begleiten.
„Ich habe meine Sehnsucht wiedergefühlt.“
Schon die erste Sitzung berührte etwas tief in ihr. Eine alte, fast vergessene
Sehnsucht kam zurück: die Sterbebegleitung. Ein Herzenswunsch, den sie viele Jahre aus praktischen Gründen nicht verfolgt hatte. Doch jetzt spürte sie: Die Zeit war reif. Noch am selben Tag meldete sie sich zu einer Hospizausbildung an.
Es folgten Jahre intensiver Selbsterfahrung, Meditation und spiritueller
Vertiefung, bis sie schließlich zur Ausbildung in der Rosenmethode fand.
„Es war wie ein Kreis, der sich schließt: Die Rosenmethode führte mich zur
Hospizarbeit – und diese zurück zur Rosenmethode.“
Was ist die Rosenmethode?
Die Rosenmethode wurde von der Physiotherapeutin Marion Rosen entwickelt. Sie verbindet achtsame, präsente Berührung mit behutsamer verbaler Begleitung. Ziel ist es, nicht nur muskuläre Spannungen zu lösen, sondern auch unbewusste emotionale Muster zu erkennen, die sich im Körper gespeichert haben.
Der Mensch liegt, in Unterwäsche bekleidet, auf einer Massageliege. Die
Berührung ist sanft, respektvoll und tief verbunden. Worte begleiten den
Prozess wie eine dritte Hand – wie Marion Rosen es selbst einmal sagte.
In diesen Sitzungen entsteht oft tiefe Entspannung. Manchmal fließen auch
Tränen. Ein Ausdruck innerer Bewegung und Öffnung.
Für Manuela liegt die Kraft der Methode in ihrer schlichten Tiefe: „Es ist so
einfach und gleichzeitig so komplex. Sie berührt nicht nur den Körper, sondern auch das Herz.“ Für sie wurde die Rosenmethode zu einer inneren Haltung: präsent sein, mitfühlend, urteilsfrei.
Diese Haltung begegnet ihr auch in der Meditation und der Hospizarbeit. Drei Wege, die sich gegenseitig durchdringen und stärken. „Ich bin dankbar, dass ich diese Qualität heute weitergeben darf – in meinen Kursen und in meiner Praxis.“
Für Menschen in helfenden Berufen
Aus eigener Erfahrung weiß Manuela, wie fordernd Pflege sein kann.
19 Jahre lang war sie im ambulanten Dienst tätig. In dieser Zeit wurde ihr eines besonders deutlich: Pflege braucht Achtsamkeit – nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst.
„Wenn wir Pflegende stärken, dann stärken wir auch ihre Verbindung zu sich selbst. Nur wenn ich gut bei mir bin, kann ich gut für andere da sein.“
Die Rosenmethode kann hier eine wertvolle Ressource sein, als Weg der
Selbstfürsorge, zur Stärkung der Resilienz und zur bewussten
Selbstwahrnehmung. Auch kleine Elemente lassen sich leicht in den Alltag
integrieren: ein achtsamer Atemzug, eine bewusste Berührung, ein Moment des Innehaltens.
Für wen ist die Rosen-Methode geeignet?
Die Rosen-Methode unterstützt Menschen,
• die unter körperlichen Spannungen leiden – ohne medizinische Ursache
• die in Stress oder Umbrüchen inneren Halt suchen
• die Wege aus Erschöpfung oder Überforderung erkunden möchten
• die ihre Selbstheilungskräfte aktivieren wollen
• die auf der Suche nach Sinn, innerer Klarheit oder Selbstverbindung sind
• die eine achtsame Ergänzung zu Gesprächstherapie suchen
Die Methode öffnet einen Raum, in dem Menschen sich selbst begegnen
können – ganz ohne Druck, aber mit liebevoller Aufmerksamkeit. Sie ist
geeignet für alle, die bereit sind, dem zu lauschen, was der Körper erzählt.
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Manuela bietet Wochenendkurse zur Einführung in die Rosenmethode an.
Sie laden zur Selbsterfahrung ein und können Grundlage für eine spätere
Ausbildung sein. Ihre Praxis befindet sich an der Nordsee in Wremen.



